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18.10.2007 von ewald.
In den Adern des Koenigs fliesst natürlich “blaues Blut”, eh klar. Aber nach dem ich mich jeden Tag beim Rasieren davon überzeugen kann, das mein Blut eigentlich rot ist, woher dann diese Redewendung? Also:
Kommen tut das ganze aus dem Spanischen (’sangre azul‘) und ist hierzulande erst ab dem frühen 19.Jhd ein Begriff. Ursprünglich wurden mit diesem Attribut spanische Adlige bezeichnet, die besonders blass waren. Blässe wurde als ein Zeichen “besonderer” Herkunft gesehen, da diese auf eine Abstammung von den germanischen Westgoten (die fast 300 Jahre lang Spanien beherrschten) hinwies und sich damit von Herrschaften mit weniger edlen Vorfahren abhoben. Damit die adligen Herrschaften möglichst blass blieben, gingen sie auch möglichst wenig in die Sonne. Kein Wunder das bei manchen die Haut so blass wurde, dass die blauen Venen zum Vorschein kamen.
Im Kampf gegen die Mauren (8. und 9.Jhd) trat diese Umstand im Vergleich zu den dunkelhäutigen Arabern noch stärker hervor, was bei den “niederen” spanischen Kämpfern den Eindruck erweckte, durch die Adern ihres Hochadels fliesse “blaues Blut”.
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