Archive für Oktober 2007

Die große Stille….

Montag abend… Nix gscheites im Fernsehen, nur ein tröges Zweitliga Fussballspiel auf DSF, dazu noch keine gescheiten DVD Filme zuhause…
Da fällt mein Blick in der Programmzeitschrift auf die Sendung “Die große Stille” auf ARTE. Eine Dokumentation über das Leben im  Kartäuserkloster “La Grande Chartreuse” in Frankreich. Klingt nicht unspannend und diese christlichen Orden umweht auch immer so eine mystische Aura. Also auf Arte geschalten und los gehts…

Mir war natürlich schon vorher klar, dass es eine Dokumentation über die Kartäuser eine eher “leise” Angelegehenheit werden würde, die kommunikativsten sind die Burschen ja bekanntlich nicht. Aber das auch die Dokumentation ihrem Titel voll gerecht werden würde, damit habe ich dann doch nicht gerechnet.
Ein Erzähler oder eine Erklärung aus dem “Off” - Fehlanzeige. Die ersten Worte im Film gibt’s nach 20 Minuten, und dass sind Choräle der singende Ordensbrüder. Nach weiteren 20 Minuten Grabesstille habe ich dann die Nerven weggeschmissen, ORF2 eingeschaltet und mich am Thema Beitrag über die steigende Jugendkriminalität in Graz geweidet!

Nationalfeiertag!

Heute ist also Nationalfeiertag. Wir feiern einerseits den Abzug der allierten Soldaten und andereseits die am 26. Oktober beschlossene Neutralität.  Ich wünsche allen einen schönen Feiertag und erfolgreiches Absingen der Bundeshymne (zur Feier des Tages natürlich ALLE DREI Strophen).

Der Klugscheisser XI - Blaues Blut

In den Adern des Koenigs fliesst natürlich “blaues Blut”, eh klar. Aber nach dem ich mich jeden Tag beim Rasieren davon überzeugen kann,  das mein Blut eigentlich rot ist, woher dann diese Redewendung? Also:

Kommen tut das ganze aus dem Spanischen (’sangre azul‘) und ist hierzulande erst ab dem frühen 19.Jhd ein Begriff. Ursprünglich wurden mit diesem Attribut spanische Adlige  bezeichnet, die besonders blass waren. Blässe wurde als ein Zeichen “besonderer” Herkunft gesehen, da diese auf eine Abstammung von den germanischen  Westgoten (die fast 300 Jahre lang Spanien beherrschten)  hinwies und sich damit von Herrschaften mit weniger edlen Vorfahren abhoben. Damit die adligen Herrschaften möglichst blass blieben, gingen sie auch möglichst wenig in die Sonne. Kein Wunder das bei manchen die Haut so blass wurde, dass die blauen Venen zum Vorschein kamen.
Im Kampf gegen die Mauren (8. und 9.Jhd) trat diese Umstand im Vergleich zu den dunkelhäutigen Arabern noch stärker hervor, was bei den “niederen” spanischen Kämpfern den Eindruck erweckte, durch die Adern ihres Hochadels fliesse “blaues Blut”.

Königliche Literatur

Im der 11/2007 Ausgabe des DotNet Magazin ist jetzt ein Artikel von Koenig höchstpersönlich erschienen. Also wer Lust und Laune hat sich die “königlichen” Ergüsse zum Thema “Automatisierte Tests und mehr mit MSBuild” zu Gemüte zu führen sollte sich ein Heftchen sichern:

http://dotnet-magazin.de/itr/ausgaben/psecom,id,370,nodeid,32.html 

Der Klugscheisser X - “Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!”

Leider hat der Koenig jetzt schon einen Nachäffer gefunden, der sich, als Kaiser ausgebend, auch noch einen Sendeplatz im ORF erschlichen hat.
Der Klugscheisser widmet sich heute (aufgrund entsprechender Wünsche) Kaiser Franz Joseph. I und seinem Spruch “Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!“, den dieser bei jeder Gelegenheit losgelassen hat. Also warum hat der greise Monarch immer diesen Spruch vom Stapel gelassen?

Der Ursache soll der Fall rund um den Architekten Eduard van der Nüll gewesen sein. Van der Nüll erbaute die Hofoper, welche keineswegs auf Gegenliebe bei Öffentlichkeit, Presse oder Kaiser stieß. Böse Zungen nannten den Bau gar “Königgrätz der Baukunst” und als selbst der Kaiser öffentlich harsche Kritik äußerte, beging Van der Nüll verzweifelt Selbstmord. Der Architekt erhängte sich am 4.April 1868. Der Kaiser soll auf die Nachricht des Selbstmordes so geschockt reagiert haben, dass er fortan zu allen neuen Kunstphänomenen nur mehr “Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!” äußerte.

Invalide

Das Knie schmerzt immer noch, vor allem kann ich es noch immer nicht ganz abbiegen. Ich hoffe mal es wird bald besser, wenngleich mir der Arzt gleich gesagt hat für 4 Wochen könnte ich Sport vergessen…
Von der Umgebung ernte ich natürlich nur Spott und Hohn…ja wer den Schaden hat….
Besonders lustig ist es, wenn man beim “Gehen” von alten Männern überhot wird und jeder Passant einem mitleidige Blicke zuwirft…als wäre man ein Kriegsinvalide..

Der Klugscheisser IX - Hals- und Beinbruch!

Passend zu meinem aktuellen körperlichen Zustand (ja es tut noch immer weh), widmet sich der Klugscheisser heute der Redewendung “Hals- und Beinbruch”!

Dieser ironische “Wunsch” dürfte seinen Ursprung im Jiddischen haben. Das Jiddische “Hazloche und broche” bedeutet “Glück und Segen” und wurde vor allem bei Geschäftsabschlüssen verwendet. Man kann annehmen, dass Deutschsprachige den jiddischen Gruß eben als “Hals- und Beinbruch” verstanden.. Die Italiener z.B. verwenden im selben Kontext “in bocca al lupo” (dt. “ins Maul des Wolfes”), während die Engländer die deutsche Redewendung 1:1 in ihre Sprache übernommen haben (”Break a leg” zu dt. “Brich dir den Fuß”).

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