Archive für August 2007

Unzerstörbar - Der Koenig überlebt die Extremsporttage!

Viele wohl gehofft es würde ihn diesmal erwischen, aber weit gefehlt. Der Koenig hat auch die solvionesischen Extremsporttage wider Erwarten überstanden. Weder das Caipirinha Wettrinken noch das Canyoning oder das Extrembergsteigen konnte mich bezwingen. Wenngleich Folgeschäden nicht ausgeschlossen werden können, bin ich wieder zurück!

In Action

Der Klugscheisser V - Die Zeitungsente

Nach dem eine stressige Woche bevorsteht und ich da kaum Zeit finden werde Einträge zu verfassen, gibt es jetzt noch eine klieine Klugscheisserei. Was haben eigentlich Enten mit Zeitungen zu tun und warum nennt man eine Falschmeldung nach einem Schnabeltier?

Die Erklärung ist eigentlich simpel. In englischen Zeitungen soll früher nicht bestätigte Meldungen anstatt eines Agenturvermerks ein N.T. für “not testified” benutzt worden sein. Diese Abkürzung hört sich auf Deutsch ausgesprochen wie EN-TE an, und das ganz ohne Schnattern ;)

Es gibt jedoch noch eine weitere Theorie, die etwas weniger charmant ist. Manche Forscher sind der Meinung es handle sich hier um einen Gallizismus. Und zwar soll sich das Ganze vom französischen “donner des canards” (dt. “Enten geben”) in den deutschen Sprachgebrauch “geschwindelt” haben. Diese französische Redewendung bedeutet soviel wie Lüge oder Schwindel und dürfte ihren Ursprung im Brutverhalten der Enten haben (Enten gelten als “unzuverlässige” Brüterinen).
Zusätzlich gibt es auch noch die französische Redewendung “vendre des canards à moitié” (Enten zur Hälfte verkaufen) was soviel wie “nicht die ganze Wahrheit sagen” bedeutet.

Der Klugscheisser IV - Schwedische Gardinen

“Hinter schwedischen Gardinen sitzen” eine Redewendung die jeder von uns kennt, und vielleicht hat sich der ein oder andere schon mal Gedanken darüber gemacht, woher diese hübsche Methaper eigentlich kommt. Der Klugscheisser wird es euch nun erklären ;)

Die Gardine soll in der Gaunersprache ein euphemistischer Ausdruck für Gitter sein, das ist ja auch naheliegend. Aber was haben die Schweden damit zu tun ? Nun aus Schweden kommen nicht nur große, blonde Frauen oder erfolgreiche Popgruppen. Schweden verfügt auch über gewaltige Erz und Eisen Vorkommen (Kirina und Gällivare sind die größten Förderorte), darüber hinaus läuft auch der Eisen und Erz Transport aus Norwegen (Narvik, der berühmte norwegische Erzhafen liegt nahe zur schwedischen Grenze) zum großen Teil über die Schweden. Vor allem Deutschland ist ein Absatzmarkt des hochwertigen schwedischen Stahls und so dürften wohl auch die meisten Gefängnisse im deutschsprachigen Raum ihre Gitter aus schwedischen Stahl gefertigt haben. Da hätten wir also unsere schwedischen Gardinen ;)

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..Brücken und Leitern haben wir gestern durchquert. Wir haben eine rund 4-stündige Wanderung von Mixnitz durch die Bärenschützklamm zum “Guten Hirten” und retour über den Prügelweg unternommen. Auf jeden Fall anstregend und empfelenswert ;)

Klamm Klamm2

Der Klugscheisser III - Kruzitürken

Fluchen ist ja weit verbreitet, da wird auf alles mögiche geflucht, quasi auf Gott und die Welt.
Aber was bedeutet der “Kruzitürken” Fluch eigentlich ? Der zweite Teil ist wohl jedem klar: die Türken haben jahrundertelang Beutezüge auf österreichischen Boden unternommen. “Kruzi” ist eine Abkürzung für die “Kuruzen”. So wurden ab 1671 jene Ungarn genannt, die sich gegen die Habsburger auflehnten und militärischen Widerstand leisteten. Ursprünglich bezeichnete man als “Kuruzen” alle Kreuzzugsteilnehmer (lat. crux Kreuz oder lat. cruciatus Kreuzigung), danach “verschwand” der Begriff ehe er eben im Zusammenhang mit dem Ungarn Aufstand im 17.Jhd wieder auftauchte. Wobei dann das Wort “kurus” oder “kuroc” die Bedeutung Räuber oder Bandit hatte.
Wie kam es nun zur Verschmelzung der beiden Begriffe zu einem Fluch? Die Türken hatten sich natürlich bald die Aufständischen Ungarn zu Verbündeten gemacht. Da die Ungarn im Umgang mit dem Pferd sehr geschickt waren, wurden sie sehr oft als Vorhut von türkischen Verbänden benutzt. Somit kam vor allem die schutzlose Landbevölkerung sehr oft in “Kontakt” mit diesen Verbänden, sicherlich ein guter Grund einen solchen Fluch zu entwickeln.

Hinterlassen haben uns die “Kuruzen” auch noch den Mais oder Kukuruz wie wir hier sagen. Dieser wurde nämlich auch von den Türken in Ungarn eingeführt (daher auch ab und an mal türkischer Weizen genannt). Über die “Kuruzen” und die Beutezüge der Türken ist der Mais dann auch nach Österreich gekommen, wo er eben die Bezeichnung Kukuruz erhielt!

Krems

Am Sonntag wurde das schöne Wetter genutzt um einen Ausflug zur Burgruine Krems zu machen. Tagtäglich fährt man daran vorbei, aber ausser dem Turm fällt einem nichts von der ehemals schönen Anlage auf. Ein eigener Burgverein hat sich der vormals ziemlich angeschlagenen Wehranlage angenommen und jetzt macht das Ganze schon wieder einiges her. Die bereits im 12.Jh erbaute Burg wurde von den Herbersteinern (von wem sonst…) im 16. Jh zu einem Prunkschloß ausgebaut. 1817 rutschte gar der Südhang ab und beschädigte die Anlage, die später auch im Besitz des Erzherzog Johann war schwer.
Jetzt sieht das ganze wieder sehr eindrucksvoll aus, ein großer Dank an den Burgverein, den man hier einen “Besuch” abstatten kann: http://www.ruinekrems.at/

Natürlich gibts auch noch zwei Fotos (einfach draufklicken):
Turm Überblick

Der Klugscheisser II - Steiermark

Wir alle leben und lieben sie: die schöne Steiermark… aber warum heisst sie eigentlich so ? Warum nennen wir uns Steirer?

Steiermark - Steirer ohne Steyr
Was eine Mark ist, ist allgemein bekannt. So wurde ein Grenzgebiet bezeichnet, das von einem “Markgrafen” regiert wurde, und die Steiermark war eine solche Mark.
Was das “Steier” betrifft so geht dies wirklich auf die Stadt Steyr in Öberösterreich zurück, aber warum? Die Erklärung ist relativ einfach:
von 1092 bis 1192  regierte das Geschlecht Traungauer als Markgrafen und Herzöge das Gebiet der heutigen Steiermark. Da der Stammsitz der Traungauer im oberösterreichischen Steyr lag, wurde die Traungauer als “Steyrer” bezeichnet. Diese Bezeichnung hat dann im Laufe der Jahre für das Gebiet und seine Bewohner “abgefärbt”.

Der Klugscheisser I - Buchstaben

Da ich ja ein bekannter Klugscheisser bin und mein Leben so langweilig ist, das mir für den Blog selten was Gutes einfällt, gibts eine neue Rubrik! In “Der Klugscheisser” werde ich meiner schlechten Neigung entsprechend nachgehen und Dinge die niemand wissen will erläutern ;)

Der Buchstabe
Schreiben tun wi alle täglich, dutzende Buchstaben bringen wie Stunde um Stunde aufs Papier oder den Monitor. Aber was haben die Dinger mit einer Buche zu tun ?
*Klugscheissmodus on*

Ganz einfach: die guten Germanen benutzen sogenannte Runen (bedeutet soviel wie “Geheimnis”) als Schriftzeichen. Die Teile einer Rune werden Stamm, Zweig oder eben Stab genannt. Und da die Germanen noch kein Papier oder Papyrus kannten, ritzen sie die Dinger einfach in Stein oder Holz. Und da es damals sehr viele Buchen gab eben mit Vorliebe in Buchholz… und haben wir es schon: Buchstabe, also “Stäbe” (d.h. Runen) auf Buchenholz.
*Klugscheissmodus off*

So da habt ihr wieder was gelernt…bis zum nächsten Mal ;)

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